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Vitamin D (Teil 1)

Was sagt die Chinesische Medizin zu Vitaminen?

Was ist meine Meinung zum Vitamin D-Mangel?

Aufgrund des Hype von Vitamin D und seiner Verabreichung habe ich mir vor etwas längerer Zeit mal Gedanken zu dem Thema gemacht (eigentlich hört das auch gar nicht auf!)!

Vieles was ich hier schreiben werde, ist gegensätzlich des heutigen Hype zu Vitamin D und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb – möchte ich den ein oder anderen von Euch, mal zum nachdenken einladen!

Jeder der mich kennt weiß, ich komme aus der Schulmedizin, hinterfrage alles und mein Haupttherapiegebiet ist die Traditionelle Chinesische Medizin!

Warum ist das so?

Weil man mit Ihr körperliche, hormonelle und Stoffwechsel-Prozesse,

ihre Physio- und Pathologie

so hervorragend erklären kann, allerdings mit ganz anderen Sichtweisen!

Weil man mit ihr nicht naturheilkundlich/schulmedizinisch arbeitet und einfach was das zugibt was fehlt, sondern weil man der Ursache, warum etwas fehlt, bzw. nicht aufgenommen oder synthetisiert werden kann, auf den Grund geht!

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Fangen wir mal damit an, wodurch viele Erkrankungen in der TCM anfangen – mit dem Qi!

Frei übersetzt, obwohl man kann es eigentlich gar nicht übersetzen, unserer Lebensenergie!

Qi ist die Grundlage mit der wir sowohl bei der Akupunktur als auch bei der Kräutermedizin arbeiten. Qi ist das, wodurch unsere Körper läuft, bzw. überhaupt funktioniert. In der Ausbildung, lernen wir unter anderem folgendes:

Qi ist verantwortlich

für das reibungslose Funktionieren der Organe,

hält die Organe an Ort und Stelle,

wärmt und belebt den Körper.

Es gibt verschiedene Formen von Qi, mit denen wir in der TCM arbeiten, wenn wir die allgemeine Gesundheit eines Individuums betrachten. Wenn uns eine der verschiedenen Arten von Qi fehlt, die in unserem Körper existieren, funktionieren unsere inneren Organe und das Gesamtsystem nicht so wie es sollte. Wenn wir einen Qi Mangel haben, resultieren daraus auch emotionale Konsequenzen! Qi ist die Kraft, die uns belebt und sie hat eine enge Beziehung zu unserem inneren Universum hat.

Erinnert Euch daran, dass ich gesagt habe:

Emotionen sind Qi – Bewegungen!

Es ist als TCM-Therapeut unsere Aufgabe herauszufinden, welche Art von Qi dem Patienten fehlt und warum dies passiert sein könnte.

Doch wie erkennen wir denn überhaupt erst einmal einen allgemeinen Qi-Mangel? Hier mal ein paar Beispiele, unser Patient hat folgende Symptome!

Er leidet unter:

  • Allgemeiner Schwäche
  • Lethargie
  • Blasser Gesichtsfarbe
  • Verdauungsproblemen
  • Ermüdungs- bzw. Erschöpfungssymptome (auch chronisch Fatigue-Syndrom)
  • Er schwitzt vielleicht spontan
  • Er hat eine blasse Zunge
  • Einen schwachen, leeren Puls

Ich schweife mal ein wenig in die alten Texte ab und „übersetze“ sie mal in die Gegenwart!

In den alten chinesischen Medizintexten geht man sehr detailliert auf die Beziehung zwischen Himmel, Erde, Menschen und der Interaktion zwischen den Dreien ein.  Die Texte lehren uns, dass das reine Qi des Himmels mit dem schlammigen Qi der Erde vermischt wurde, um den Menschen zu erschaffen. Menschen bestehen aus den Yin-Elementen der Erde und den Yang-Elementen des Himmels, er steht und bewegt sich in der Mitte (zwischen Himmel und Erde)!

Auch wissen wir aus der Chemie, dass unser Körper aus Atomen besteht (genau wie alle anderen Objekte um uns herum)! Es ist die Vermischung Sternenstaubs (vom Urknall) mit Elementen aus dem Periodensystem der Erde (und dies sind vor allem Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff,..), diese erschaffen unseren Körper. Aber es ist Qi (Energie), das uns belebt und uns zum Leben verhilft.

Vitamin D ist eigentlich nichts anderes als ein Beispiel für die Interaktion zwischen dem Menschen und den Sternen. Die Strahlen unseres nächsten Sterns, der Sonne, interagieren und vermischen sich mit dem Fleisch unseres Körpers.

Geht mal in Euch und überlegt, wie Ihr Euch fühlt, wenn die Sonne scheint, es hell und warm ist oder wenn es pausenlos regnet, dunkel und kühl ist.

Diese Vermischung ist der Katalysator für die Schaffung von etwas, das unsere Systeme auf allen Ebenen beeinflusst, von körperlich (kardiovaskulär, nervös, digestiv, strukturell) bis auch auf emotionaler Ebene.

Die alten Gelehrten der chinesischen Medizin nannten es nicht Vitamin D, sondern sie nannten es das „Yang Qi“.

Wenn ein Patient mit Qi-Mangel zu Euch in die Praxis kommt, besteht die Lösung darin, ihn „zu tonisieren“.

Akupunktur harmonisiert das, was bereits im Körper vorhanden ist und bringt es in die richtige Richtung, aber es fügt unserem Körper nichts hinzu.

70% der Tonisierung erfolgt mit Kräutern oder Diätetik.

Die anderen 30% werden mit der Anwendung von Moxa, Meditation oder Übungen wie Qi Gong oder Tai Qi erreicht.

Viele der in der modernen medizinischen Literatur aufgeführten und von Patienten erfahrenen Vitamin-D-Mangel-Symptomen sind Beispiele für einen Qi-Mangel bei bestimmten Organsymptomen (oder anders in bestimmten Funktionskreisen).

Zu den Vitamin Mangel – Symptomen gehören:

  • Leistungsschwäche
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Stimmungsschwankungen
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Immunschwäche
  • Infektanfälligkeit
  • Atemwegserkrankungen
  • Kreislaufschwäche
  • Diabetes Mellitus
  • Herzrhythmusstörungen
  • Muskelschwäche
  • Muskelschmerzen
  • Krämpfe
  • Nervenschmerzen
  • Neurologische Erkrankungen
  • Depression
  • Demenz
  • Autoimmunerkrankungen (z.B. Multiple Sklerose, Psoriasis)
  • Rachitis
  • Osteoporose (Kochenschwund)
  • Osteomalzie (Knochenerweichung)
  • Erhöhte Gefahr von Brüchen
  • Krebserkrankungen
  • ….

Wenn wir uns die Liste aus Sicht der TCM mal anschauen, was finden wir da alles für Syndrome?

Da denkt jetzt erst einmal drüber nach und ich schreibe in den nächsten Tagen mal hier dran weiter….