Komplementäre Krebstherapie

“Schenken Sie dem Leben mehr Aufmerksamkeit als der Krankheit!”
(G. Irmey, 2001)

Die Diagnose Krebs gehört zu den am meisten gefürchteten und den am wenigsten erwarteten Ereignissen im Leben eines Menschen. Meistens trifft sie einen völlig unvorbereitet. „Sie haben Krebs”, dieser Satz kommt für viele einem Todesurteil gleich. Das Ende Ihres Lebens scheint plötzlich in greifbare Nähe gerückt zu sein. Ängste tauchen auf, Seele und Körper geraten aus dem Gleichgewicht, alles ist auf einmal anders.

Eine Krebserkrankung stellt das Leben auf den Kopf, sowohl in ganz praktischen Dingen, wenn das Alltagsleben die gewohnte Ordnung verliert, als auch im inneren Erleben mit großen Sorgen und Ängsten. Die Krankheit ist eine große existenzielle Belastungsprobe für Körper und Seele. Wie stark die Seele leidet wird vielfach erst nach und nach deutlich. Daraus entsteht, die Suche nach Dingen die „gut tun“..

Ich möchte gerne etwas für mich tun!

Diesen Gedanken haben viele Patienten während oder nach der Therapie. Was kann mich und meine innere Balance stärken? Das Spektrum an ergänzenden naturheilkundlichen Maßnahmen ist groß. Definitionsgemäß stellen komplementärmedizinische Maßnahmen Ergänzungen oder Optimierungen der schulmedizinischen Krebsstandardtherapien dar. Sie stehen damit im Gegensatz zu den sogenannten „alternativen Therapien“, die erprobte Standardtherapien ersetzen wollen.

Komplementäre Maßnahmen ergänzen also die schulmedizinische Krebstherapie!

Der Vorteil für die Patienten liegt dabei insbesondere in der verbesserten Lebensqualität durch Reduktion tumor- bzw. therapiebedingter Nebenwirkungen oder Symptome. Zu einer ganzheitlichen Behandlung gehört aber auch, dass Sie durch Ihre Mithilfe zum Erfolg beitragen. Sie können durch Ihre Lebensweise, evtl. einer Ernährungsumstellung, psychische Stärkung und Immuntraining alle Maßnahmen unterstützen. Denn das Immunsystem braucht in dieser Situation jede nur mögliche Hilfe und „Anregung“.

Ideal wäre es natürlich, wenn Ihr behandelnder Arzt sich bereit erklären würde, mit mir zusammenzuarbeiten, denn auch ich brauche um sie effektiv unterstützen zu können, immer die aktuellen Blutbilder, Befunde und Therapiepläne.

Folgende naturheilkundlichen Behandlungstherapien biete ich in meiner Praxis an:

Gesprächstherapie

  • Umfassende Anamnese (nehmen Sie sich 1 ½ – 2 Stunden Zeit)
  • Aufklärung, wenn gewünscht über das einzelne Tumorgeschehen
  • Darstellung in verständlicher Weise der einzelnen Behandlungsmöglichkeiten:
    • Strahlen-,Chemo-, sonstige Therapien
    • Naturheilkundliche Mitbehandlungsmöglichkeiten
  • Beratung zusätzlicher eigener Behandlungsmöglichkeiten während der Therapie
  • Gemeinsame Entscheidungsfindung, welche der naturheilkundlichen Therapien für Sie machbar, stress- und nebenwirkungsfrei und sinnvoll erscheinen
  • Einfach mal nur reden ….

Traditionelle Chinesische Medizin

Krebs wird in der Chinesischen Medizin nicht als lokal begrenzter Prozess angesehen, sondern muss als Erkrankung des ganzen Körpers interpretiert werden. Die Theorien der TCM weichen stark von den westlichen, wissenschaftsgeprägten Diagnostik- und deren Therapieprinzipien ab. Die TCM ist eigentlich vor allem eine Präventivmedizin, die versucht Krankheiten dort vorzubeugen, wo sie entstehen können. Sie basiert auf empirischen Beobachtungen des Menschen und der Natur. TCM-Behandlungen harmonisieren den gestörten Fluss der Lebensenergie (Qi), führen zu einer Stärkung des inneren Gleichgewichts, einer höheren Lebensqualität und regulieren damit auch das Immunsystem.

Zur TCM gehören Verfahren wie z.B. die

  • Akupunktur 
    • Bei der Akupunktur werden Nadeln an bestimmten Stellen des Körpers eingestochen, um krankhafte Störungen des Energieflusses („Qi“) aufzuheben. Die Wirksamkeit der Akupunktur erklärt sich, über die Freisetzung bestimmter körpereigener Substanzen erklärt (z.B. schmerzlindernde ß-Endorphine).
    • Eingesetzt wird sie zum Aufbau des Immunsystems, zur Verminderung der Nebenwirkungen der Chemo-/Strahlentherapie, zur Schmerztherapie und auch zur psychische Stabilisierung.
  • Kräutertherapie
    • Auf vielen schulmedizinisch geprägten Seiten wird vor chinesischen Kräutern gewarnt. Das ist auch nicht generell verkehrt, denn chinesische Arzneimittel sind nicht ohne Wirkung (negativ, wie positiv)!!
      • Wichtig ist:
        • Welche qualifizierte Ausbildung hat der TCM-Therapeut
        • Mit welchen Produkten arbeitet er, handelt es sich um kontrollierte Kräuter
        • Passen sie bedenkenlos zum Patienten, seiner Konstitution, seiner Erkrankung, der momentanen schulmedizinischen Therapie, etc. – darf ich Sie einsetzen!!!
    • Wenn man Sie einsetzen kann, werden sie oft eingesetzt
      • zur Ursachenbehandlung
      • zur Regulierung bzw. zum Aufbau des Immunsystems (wenn dies notwendig ist)
      • aber vor allem zur Senkung der Nebenwirkungen bei Chemo- und Strahlentherapie

Hier ist auch mal ein Artikel zur Wirksamkeit: https://www.theepochtimes.com/can-chinese-herbal-medicine-treat-cancer-the-research-says-yes_684490.html

Enzymtherapie

Vor allem Patienten mit Brust- und Prostatakrebs profitieren davon. Hier können während der adjuvanten Chemo- und Strahlentherapie, Kombination aus Selen (Natriumselenit), pflanzlichen eiweißspaltenden Enzymen (Bromelain und Papain) und lektinhaltigem Linsenextrakt eingesetzt. Dies verbessert die Verträglichkeit der Therapien, vermindert deren Nebenwirkungen, insbesondere Übelkeit, Schleimhautentzündungen, arthrotischen Gelenkbeschwerden und Erschöpfung.

Entspannungsverfahren

Psychische Beschwerden und Angstzustände lindern, damit Sie handlungsfähig bleiben.

Das ist das Ziel folgender Therapien:

  • Cranio-Sakrale Osteopathie
  • Muskelentspannung nach Jacobsen
  • Autogenes Training
  • Visualisierungen nach Simon ton
  • Entspannungsmassagen

Milzpeptid- und Thymustherapie

Milzpeptide sind Eiweißverbindungen, die in der Milz gebildet werden. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr. Sie können die Neubildung von Immunzellen stimulieren oder ihre Aktivität anregen. Thymusextrakte

Die Thymusdrüse steuert das Immunsystem. Thymusextrakte regen die Immunabwehr, auch die Neubildung von Lymphozyten an.

Krebszellen tarnen sich oft mit einer Eiweißhülle. Die Abwehrzellen erkennen die kranke Zelle nicht. Eiweiß spaltende proteolytische Enzyme können diesen Tarnmantel auflösen. Sie erschweren es auch abgetrennnten Krebszellen, sich woanders im Körper einzunisten. Ferner wirken sie entzündungshemmend.

Orthomolekulare Möglichkeiten

Infolge der aggressiven Therapieverfahren (Chemo-/Strahlentherapie) kommt es in der Regel zu Substanzdefiziten von Provitamin A, Vitamin A, C, E, sowie den Spurenelementen Selen und Zink. Deshalb wird das, was dem Körper an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Fettsäuren etc. fehlt, ihm wieder zugeführt.

  • Selen/Zinkgaben

Tumor – Strahlen – Chemotherapie – Nachsorge

Entgiftung

Patienten mit Krebserkrankungen weisen in der Regel schwere toxische Belastungen auf. Diese stammen entweder aus dem Tumorgeschehen (toxische Stoffwechsel- und Zerfallsprodukte) selbst oder aus den tumorhemmenden Therapiemaßnahmen (Zytostatika, Strahlenwirkung). Neben einer reinen Flüssigkeitssubstitution (2,5-3 l/Tag) können  verschiedene phytotherapeutische Mittel eingesetzt werden.

Darmsanierung

Symbioselenkung als Zusatztherapie bei Krebs, ein ganz wichtiges Thema, nicht nur in der Krebstherapie. Für ein optimal funktionierendes Immunsystem spielt der Darm eine bedeutende Rolle. Man spricht auch von einem „darmassoziierten Immunsystem“. Der Darm ist das größte Immunsystem des Körpers. 80% aller Abwehrzellen sind im Darmbereich tätig. Hier liegen auch die meisten Lymphknoten und das nicht ohne Grund: der Darm ist die größte Berührungsfläche des Körpers mit der Umwelt. Hier können die meisten Schadstoffe in den Organismus übertreten. Einmal soll verhindert werden, dass mit der Nahrung aufgenommene Schadstoffe oder Krankheitserreger in den Körper gelangen. Darüber hinaus gehen von den Immunzellen im Darmbereich wichtige Impulse für das Immunsystem aus. Rund 70% seiner Leistung rühren von ständigem Kontakt mit den Mikroben der Darmflora und der Nahrung aufgenommenen Erreger her. Über den Darm findet so ein ständiges und notwendiges Immuntraining statt. Die Abwehrzellen im Darm sind oft die ersten, die mit fremden, möglicherweise gefährlichen Substanzen aus der Umwelt in Berührung kommen. Sie entwickeln Abwehrstrategien und melden das den Leit- und Steuerzellen des Immunsystems. In bestimmten Lymphknoten des Darms wird also unser Abwehrsystem ständig auf dem neusten Stand gehalten, angeregt und aktiviert. Durch die Chemo- und Strahlenherapie ist er in seiner Funktion beeinträchtigt. Bei der Darmsanierung werden nun Gifte ausgeleitet, Pilzbefall behandelt und die Darmflora saniert.

Säure-Basen-Haushalt

Eine Übersäuerung in den Zellen und im Gewebe begünstigt das Krebswachstum und lähmt die Abwehrzellen. In der Chinesischen Medizin, hat dies viel mit einer gesunden Milzfunktion zu tun. Mittels geeigneter Ernährungsansätze (keine Krebsdiäten), Milztonisierender Akupunktur, evtl. Phytotherapeutika kann dieser Übersäuerung entgegengewirkt werden.

Alle hier aufgeführten naturheilkundlichen Möglichkeiten werden mit dem einzelnen Patienten ganz individuell auf seinen Tumor, seinen Symptomen und seinen Bedürfnissen abgestimmt.

Usw..

Doch… eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine positive Einstellung zur Erkrankung, ist die vollständige und sachkundige Information. Was passt zu Ihnen und auch was möchten Sie,…

Sie müssen lernen Ihre Krankheit zu akzeptieren um sie dann auf breitest möglicher Front zu bekämpfen.

 

In dem Sinne, wenn Sie erst einmal ein unverbindliches telefonisches Beratungsgespräch wünschen – rufen Sie mich an!